Zdiarstek Axel -4eysonly

So ist das Leben, nur keiner erinnert sich so richtig daran.


Meine wohl erste Erinnerung bestand aus “ fliegenden “ Kugeln, Würfeln und so etwas.
Vielleicht war es so eine Klapperschnur im Kinderwagen.

Da war auch noch so etwas wie ein Ball, den ich in den Händen, oder besser gesagt
mit den Armen hatte oder hielt.
Es muss wirklich ein Ball gewesen sein, weil ich nicht gesäugt wurde / habe.

Ich erinnere mich auch daran, da meine Ohren mit Pflaster am Kopf nach hinten fixiert
wurden, wegen Segelöhrchen bzw. dagegen.

Und liebe Eltern …. als ich das erste mal auf den Topf gesetzt wurde, hatte ich eine Scheiß- Angst
mit dem Töpfchen oder von dem Töpfchen zu fallen.
Mein Töpfchen war so ein emaillierter Blechtopf mit Henkel.

Dann war es mal gewesen, das ich im Korbkinderwagen herumgefahren wurde …
Einige “ alte “ Frauen machten das allseits beliebte “Gutschi, gutschi, gutschi “ oder so ….
Und eine von den “ Tanten “ sagte dann so etwas wie “ ganz der kleine Emil “ .
Emil hieß mein Vater, aber da er nicht in Wustrau aufgewachsen ist, kann ihn niemand
als Kleinkind oder Kind gesehen haben.

Vielleicht im Alter von 3 oder 4 Jahren waren wir ( Oma und ich ) zum Geburtstag
eingeladen. Dann zum Kaffee trinken ging es in die “ gute Stube “.
Und dann wurde ich gefragt, welchen Kuchen ich gerne hätte ….
Meine Antwort, ein Stück von dem in den Sand gefallenen ( Oh, oh böse Blicke ) …..
Natürlich ist der nicht heruntergefallen. Ein Stück Marmorkuchen sollte es ein.
Und wer hat mir das beigebracht … ?

Oma hat aus vielen Früchten Wein angesetzt, in großen, 30 Ltr., Glaskruken.
Und die mussten von Zeit zu Zeit ja geklärt werden, also den Wein ohne Satz umfüllen.
Schlauch rein und Oma hat angesaugt , dann lief der Wein in eine andere Glaskruke.
Axel wollte auch mal ansaugen …. im Ergebnis dessen wäre ich fast ertrunken,
wie bekommst du denn so schnell den Schlauch aus dem Mund ?
Ohne Omas Hilfe wahrscheinlich nie !
Dann schluck mal auf die Schnelle 20 Liter Wein.

Etwa im selben Alter …. Oma hatte Geburtstag und hatte selber gemachten Wein für
ihre Damenrunde.
Und ich habe gequengelt und hab dann auch ein Gläschen abbekommen ….
Das Ergebnis … auf dem Weg vom Wohnzimmer in die Küche, stand da plötzlich ein Türpfosten im Weg …. Ergebnis Beule.

Mir fällt bestimmt noch einiges ein …..

 

 

 

 

 

Und am anderen Ende des Lebens …..

Ich lebte 18 Jahre mit meiner “ Lebensabschnittsbegleiterin “ Ines zusammen.
Das war / sollte eine nicht so ernste gemeinte Darstellung ? unserer Beziehung sein.
Im Nachhinein glaube ich, das das nicht richtig war, wie so vieles anders auch.

Gekannt haben wir uns 22 Jahre.
Und jetzt ( 10.12.2018 gegen 10.30 Uhr ) wo sie mir der Krebs weggenommen hat rede ich
von “ meiner Frau “, obwohl wir nicht verheiratet waren.
Im nachhinein bedaure ich es zu tiefst, das ich ihr nicht oft genug gesagt habe, das ich sie liebe.

Leider auch nicht als sie noch bei Bewusstsein war.
Das war sowieso das schlimmste, was mir was mir je passiert ist.
8 Tage, jeden Tag zuzusehen, oder dabei zu sein, wie sie stirbt.

Und ich schäme mich meiner Tränen damals und auch jetzt nicht !

Der Plan war ein anderer ….
Es war nie Thema in unserem gemeinsamen Leben, das ich länger lebe wie Ines.
Ich war 8 Jahre älter und bin ein Mann, deren Lebenserwartung eh kürzer ist als
das der Frauen – Statistisch.

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